Konnte vor ein paar Tagen erleben, wie das aussieht, so eine total glückliche Omi. Ich stieg in die Straßenbahn ein und hörte ein Baby weinen. Nicht mehr der klägliche New-Born Sound, sondern schon ca. 3 – 4 Monate alt. Die Intensität klang jedenfalls eindeutig sehr nach Hunger. Die junge Mama musste sich und ihr hungriges  Zwergerl aber erst aus dem Tragetuch befreien. Vis-a-vis saß eine Frau, so Ende 50 würde ich schätzen, mit seeligem Lächeln auf den Lippen – das muss wohl die Omi sein, dachte ich.Nun wurde kurz und gierig getrunken und dann kam eben diese Oma ins Spiel. Zärtlich und entspannt nahm sie das süße „Weckerl“ in ihre Hände, hob es hoch und begann mit der kleinen Maus zu flirten. Sie machte all die netten Rituale, die in dieser vorsprachlichen Phase so wichtig sind: Wippende Bewegungen und Lautwiederholungen zur Rhythmisierung, lustige Gesichter und Grimassen als Nachahmungsbeispiele und das Bäuerchen nach dem Trinken wurde gleich mit erledigt. Man konnte all das Glück und all die Freude dieser Begegnung fast angreifen, auf beiden Seiten. Und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, wurde der Oma mit einem vertrauensvollen Babylächeln geantwortet. Was für ein Geschenk!

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