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und ein Loblied auf den Michi…

Zuerst aber einmal: Ja, das Foto passt nicht zum Thema, aber ich habe Leserinnen versprochen, Florinas erste Schuhe auch herzuzeigen, bitte sehr:-)

Jetzt zum eigentlichen Thema. Als die „neuen Väter“ wird in Medien und Gesellschaft eine  „Spezies“ von Mann bezeichnet, die mich sehr froh macht und Hoffnung darauf gibt,dass sich in der Welt doch noch viel bewegen kann. In unserer Elterngeneration haben die meisten Väter weder gewickelt, noch gekocht, keine Ahnung von gesunder Babyernährung oder sonst etwas gehabt. Auch als meine Kinder klein waren, bewegte sich da noch nicht sehr viel. Gehe ich heute durch die Stadt, dann sehe ich Väter, die Kinderwägen schieben und weit und breit keine Mama dazu. Schau ich mich heute in meiner Umgebung um, dann finde ich mehr und mehr Familien, wo die Väter wirklich viel Familienarbeit übernehmen und das Bild von der „Gleichberechtigung“ immerhin vorstellbar wird, das schon längst selbstverständlich sein sollte. Wenn es vielleicht nochmal 150 Jahre dauert, wir geben die Hoffnung nicht auf;-)

An dieser Stelle möchte ich jetzt mein Loblied auf den Michi, den Papa von Florina und Quasi-Schwiegersohn, anstimmen, weil er eben einer dieser besonderen Väter ist. Davon gibt es leider immer noch viel zu wenige und auch die Arbeitswelt macht es in Österreich den Vätern nicht leichter, halbe-halbe zu machen. In meinem und dem Bekanntenkreis meiner Kinder gibt es das leider noch kaum. Aber Michi ist anders! Noch NIE habe ich einen Vater erlebt, der seine Aufgabe so ernst genommen hat: Nicht nur, das er 7 Monate lang in Karenz war, so dass meine Tochter schon nach 10 Monaten wieder arbeiten gehen konnte. Er weiß auch alles über gesunde Kleinkinderernährung und Medizin, kocht hingebungsvoll für das Tierchen und zwar nur noch BIO, seit sie da. Er liest alles, was wichtig sein könnte, sieht sich Dokus über die Entwicklung an und das aller wichtigste: Er ist immer für die Enkelprinzessin da, respektiert sie als vollwertige Person und behandelt sie dementsprechend achtungsvoll. Ich habe ihn noch nie ungeduldig mit ihr erlebt oder genervt. Wenn sie beim Kinderarzt weint, ist er selbst völlig aufgelöst. Der Michi nimmt die Chance der Begegnung und Bindung zu seinem Kind optimal war. Und das macht nicht nur seine Tochter und meine Tochter, sondern auch mich als Oma glücklich!

2 Kommentare

  1. wo bleibt eigentlich das loblied auf die valerie? 😉
    spaß beiseite, ist ja leider generell oft so, dass bei den männern die „familienarbeit“ besonders gewürdigt wird, während es bei den frauen das normalste ist – und das sollte es doch eigentlich für beide sein.

    • Liebe Valerie, ja, du hast ja voll Recht. Deshalb allem voran: Du bist die liebste, hingebungsvollste, tüchtigste und fairste Mama, die ich mir vorstellen kann! Und ich danke dir und dem Michi so für die Freude der Enkelprinzessin!!
      Was mir aber auch wichtig ist. Ja, ich bin voll dabei, dass die gleichberechtigte Aufteilung eigentlich das Normalste sein sollte. Und ich persönlich wünsche mir das seit 30 Jahren und warte darauf, dass die Gesellschaft mit zieht. Aber was muss man auf ORF.at am 23.6.2014 [!] noch immer lesen? „…der Anteil der Haushalte mit „kLassischem Familienmodell“ […]zwischen 1995 und 2013 von elf auf 25% gestiegen.“ Und die Haushalte, in denen die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann die Teilzeitvariante übernimmt, bewegen sich [Ergänzung: in Österreich] auf einem Niveau von 2 Prozent“ !!!. Damit steht Österreich am unteren Ende im europäischen Vergleich. Und solange das so ist, betreibe ich „positive Diskriminierung“. Das heißt, ich hebe die wenigen Männer hervor, die sich so stark und gleichberechtigt einbringen wie der Michi und hoffe immer noch auf die Zeit, wo das endlich das Normalste sein wird:-)

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